Schüler auf der Suche nach der Vergangenheit

Zu einem außerschulischen Lernort der besonderen Art starteten vor den Herbstferien die Kinder der Klasse 6a der MPS Wohratal. Im Rahmen ihrer Teilnahme am Wettbewerb der Körber-Stiftung unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten Gauck  mit dem Thema „Gott und die Welt – Religion macht Geschichte“ wählte die Klasse das Thema Hugenotten. Hierzu fand sie in der Ortschaft Schwabendorf geeignete Ansprechpartner in Pfarrer Brüning und Pfarrer Böttge.

In Vorbereitung auf die Exkursion sammelten die Kinder  im Religionsunterricht Fragen zu allen geistlichen und weltlichen Belangen des Themas. Sie erstellten eine vorläufige Gliederung  ihres Wettbewerbsbeitrags, bildeten Interessensgruppen, sammelten und wählten Interviewfragen an die Experten aus.

16-10-11-schwabendorf-6aBegrüßt wurden sie von Pfarrer Brüning, welcher ihnen die Kirche von Schwabendorf öffnete und unter anderem zwei Symbole, die Waldenserkerze und das Hugenottenkreuz deutete. Mit Hilfe einer raschen Zeitreise durch das  Frankreich vom 12. – 17.Jahrhundert erläuterte er die Idee der Waldenser und die Reformbestrebungen der Calvinisten. Bis schließlich ein kleines Grüppchen von Flüchtlingen den Weg nach Rauschenberg fand, waren  bei den Kindern schon einige Seiten der Notizblöcke gefüllt.

Besonders der Alltag und die Anfänge der Flüchtlinge im Gelände „Auf der Schwab“ waren von großem Interesse. Hierzu konnte Pfarrer Böttge sachkundig Auskunft geben, zahlreiche und sehr unterschiedliche Fragen prasselten auf ihn ein.

An der Gedenktafel der ersten Familien erläuterte er die Herkunft der Flüchtlinge, die sich aus Waldensern, Wallonen und Calvinisten zusammensetzte. Er beantwortete geduldig Fragen nach Hausbau, Kleidung, Arbeitsgeräten und Sprachgewohnheiten der Neubürger. Im Museum bewunderten die Kinder die dortigen Exponate vom Schuh bis zur Zimmereinrichtung der frühen Zeit. Bei heißem Tee in der Gemeindescheune konnten die Kinder mit Hilfe Herrn Böttges all das Neue  Revue passieren lassen und letzte Unverständlichkeiten aufheben. Nach einem erfrischenden Fußmarsch zur Bushaltestelle konnten die Kinder die Heimreise antreten.

Gudrun Feldpausch-Horn

Sportlicher Ausflug an der MPS Wohratal

kletterparkKürzlich begaben sich die gut gelaunten Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 9 und 10 gemeinsam mit ihren Sportlehrern in den Kletterwald bei der Dammühle in Marburg.
Nach einer kurzen Einweisung in die zu beachtenden Regeln und die Sicherheitsvorkehrungen, ging es für die fast 50 Jugendlichen auf erlebnisreichekletterpark-ii Parcours mit den abenteuerlichen Namen wie „Kilimandscharo“, „Zugspitze“ oder „Mount Everest“. Die unterschiedlichen Schwierigkeitsgrade auf den unterschiedlichen Parcours und Höhen von zwei bis teilweise zwölf Metern ließen es zu, dass fast alle, egal ob Schüler oder Lehrer, Höhenangst oder nicht, mit Begeisterung kletterten und einen schönen, aber auch anstrengenden Vormittag verbrachten. Der absolute Renner war der „Flitzer-Parcours“, bei dem man sich auf langen Strecken einfach an dem Sicherungsseil durch die Bäume gleiten und den Fahrtwind um die Ohren wehen lassen konnte.
Selbst die herbstlichen Temperaturen konnten der guten Stimmung nicht zusetzen, sodass dieser Ausflug ein Erfolg und eine gelungene Abwechslung zum sonstigen Sportunterricht darstellte.
Da steigt doch die Vorfreude auf das nächste sportliche Schulevent: Der Wintersporttag in Willingen im Januar oder Februar!